Für welche Arten von Webshops eignet sich Shopware 6 als Shopsystem?

Die Welt der Ladengeschäfte und Supermärkte wurde schon längst durch ihre webbasierten Zwillinge erweitert.

Mit diesem Beitrag möchten wir verschiedene Webshop-Arten darstellen und die Unterschiede zwischen ihnen erläutern. Außerdem klären wir, für welche Arten von Online-Shops sich Shopware 6 als Shopsystem eignet.

Welche Arten von Webshops gibt es?

Es kann nach diversen Kriterien unterschieden werden, um welche Art Online-Shop es sich handelt. Dabei kann man auf der einen Seite darauf eingehen, wie es lagertechnisch hinter den Kulissen aussieht und welche Art von Kanalvertrieb betrieben wird, und andererseits kann man darauf eingehen, auf welche Zielgruppen der jeweilige Shop ausgerichtet ist.

Logistikart

  • Klassischer Online-Shop
  • Dropshipping
  • Transaktionspartner

Kanalvertriebsart

  • Multi-Channel
  • Omni-Channel
  • Cross-Channel

Zielgruppen

  • B2C
  • B2B

Zudem gibt es drei verschiedene Möglichkeiten in Bezug auf die Kostenart:

  • Gemietete Online-Shops
  • Kaufversionen
  • Open Source

Logistikart

Klassischer Online-Shop

Mit dem klassischen Online-Shop ist das komplette Warensortiment für gewöhnlich rund um die Uhr für die Kundschaft erreichbar. Es spielt also keine Rolle, welcher Wochentag gerade ist, um welche Uhrzeit und von wo aus geshoppt wird; wichtig ist nur eine intakte Internetverbindung. Das Lager ist stets in Betrieb und mit den im Online-Shop enthaltenen Produkten versorgt.

Dropshipping

Beim Dropshipping ist kein Lager vorhanden, was bedeutet, dass Lagerkosten gespart werden. Der Vertrieb funktioniert quasi auf Nachfrage, d.h. die im Online-Shop bestellten Produkte werden erst nach dem Kauf von den Shopbetreiber:innen bestellt, sodass diese schließlich bei den jeweiligen Endkund:innen ankommen können.

Transaktionspartner

Hier ist der Shop Vermittler zwischen Produkten anderer Händler:innen und ihren Kund:innen, es werden also eher weniger bis keine eigenen Produkte angeboten – bekannte Beispiele sind u.a. eBay, Amazon und Zalando. Auf diese Weise versuchen Online-Shops, die ihre Produkte über Transaktionspartner vertreiben, eine größere Reichweite zu erzielen, wobei der große Erfolg solcher Plattformen für sich spricht.

 

Kanalvertriebsart

Multi-Channel

Der Handel über einen Multi-Channel-Shop bietet einen Vertrieb von Produkten über mindestens zwei Kanäle an. Die Kundschaft kann dementsprechend über zwei oder mehr Wege an ihre gewünschte Ware gelangen. Ein Beispiel für eine frühe Version des Multi-Channel-Vertriebs sind Versandkataloge, wie man sie von großen Textilhandelsunternehmen kennt. Mittlerweile läuft der Mehrkanalvertrieb, mit der rasant zunehmenden Relevanz des Internets, meistens über diverse Internetkanäle und immer weniger über gedruckte Medien.

Omni-Channel

Hierbei geht es mehr um die Verzahnung von Shopinhalt und Einkaufserlebnis mit den verschiedenen Plattformen, auf welchen diese angeboten werden. Das bedeutet, dass eine Kommunikation zwischen den Plattformen besteht – z.B.: Online-Shop, App und Social Media interagieren miteinander. Auf diese Weise soll ein nahtloses Einkaufserlebnis erzeugt werden, während gleichzeitig die Reichweite des Shops, dank der kanalübergreifenden Inhalte und Kommunikation, erhöht wird.

Einen ganzen Beitrag zum Thema Omni-Channel-Strategie mit Shopware 6 finden Sie hier!

Cross-Channel

Beim Cross-Channel-Handel verschmelzen die Vertriebskanäle, nicht aber die Kommunikationskanäle, miteinander (wie es beim Omni-Channel Vertrieb der Fall ist).

Hierbei handelt es sich also eher um eine Weiterentwicklung der Multi-Channel Strategie, es besteht z.B. die Möglichkeit, per „Click & Collect“-App die Bestellung aufzugeben und anschließend die Ware im stationären Geschäft abzuholen. Das wird durch die Verknüpfung zwischen den einzelnen Vertriebskanälen ermöglicht. Beim Multi-Channel Handel hingegen verläuft der Bestellvorgang ausschließlich über einen der gewählten Kanäle.

 

Zielgruppenausrichtung

B2C

Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und heißt ausgeschrieben „Business to Consumer“, sie beschreibt den Handel zwischen Unternehmen und Konsument:innen bzw. Kund:innen.

Bei einem B2C-Shop spricht das jeweilige Unternehmen seine Kundschaft direkt an, dabei handelt es sich um Privatpersonen.

B2B

Im Fall B2B handelt es sich um den englischen Ausdruck „Business to Business“, womit die Geschäftsbeziehung zwischen zwei oder mehr Unternehmen beschrieben wird. Dementsprechend besteht die Kundschaft von B2B-Shops aus Unternehmen, welche geschäftliche Einkäufe tätigen.

Ein Beispiel für diese Art von Geschäftsbeziehung ist das Elektronikfachgeschäft, welches von bestimmten einzelteilherstellenden Unternehmen mit der entsprechenden Ware versorgt wird, um diese anschließend fertig verbaut im eigenen Geschäft anzubieten.

Typisch ist, dass in B2B-Shops in deutlich größeren Mengen eingekauft bzw. bestellt wird als in B2C-Shops, wo es hauptsächlich darum geht, den eigenen privaten Bedarf zu decken.

 

Fazit – Für diese Webshop-Arten eignet sich Shopware 6 als technische Basis

Fangen wir wieder von oben an: Die Logistikart

Als klassisches Online-Shopsystem eignet sich Shopware 6 optimal – klar. Dafür wurde das System schließlich konzipiert. Unterteilt man die Kategorie Logistikart weiter, so stößt man außerdem auf das Dropshipping. Auch diese Art des Online-Shops lässt sich hervorragend mit Shopware 6 betreiben, dabei muss lediglich eine weitere Schnittstelle zwischen Shop und externem Logistikpartner erstellt werden. Ein Produkt-Listing bei Transaktionspartnern lässt Shopware 6 ebenfalls zu, hierfür kann ganz einfach die kostenfreie App Channable Connector aus dem Shopware Store installiert werden. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, Kund:innen als Transaktionspartner:innen bzw. Werbetreibende zu bewerben, hierfür wird die App Affiliate-Marketing installiert, welche ebenfalls im Store zu finden ist. Durch Werbetreibende (Affiliates) und Transaktionspartner-Plattformen lässt sich die Reichweite eines Online-Shops erheblich vergrößern; dabei handelt es sich bei der Einbindung von Transaktionspartnern nicht mehr nur um Eigenschaften der Logistikart sondern bereits um die Kanalvertriebsart.

Weiter geht’s: Die Kanalvertriebsart

Alle im Beitrag erwähnten Kanalvertriebsarten, also: Multi-, Omni- sowie Cross-Channel-Shops lassen sich problemlos mit Shopware 6 betreiben. Durch die inhärente Erweiterbarkeit der Software können Schnittstellen und Apps je nach Wunsch sehr flexibel eingesetzt werden, dies gilt sowohl für Import- als auch für Export-Funktionen.

Nun zur: Zielgruppenausrichtung

Ja, Shopware 6 kann für B2C- als auch für B2B-Shops eingesetzt werden. Für das Jahr 2020 startete die Shopware AG zum sechsten Mal ihre Händler-Jahresumfrage, in der 150 Teilnehmende ihre Antworten eingereicht haben. Bei den zielgruppenrelevanten Umfragen stellte sich für das Jahr 2020 heraus, dass der Großteil von ca. 66 % sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich tätig ist. Ungefähr 30 % der Shops spezialisieren sich auf den B2C-Commerce und nur etwa 4 % auf den Handel im B2B-Bereich.

Und zu guter Letzt: Die Kostenart

Shopware 6 steht für alle erwähnten Kostenarten zur Verfügung. Man kann die Online-Shopsoftware als Miet- oder Kaufversion erwerben, aber auch als Open-Source-Version verwenden. Besonders für Neulinge bietet sich die Open-Source-Variante als aller erste Orientierungshilfe bei der Suche nach dem richtigen Shopsystem an. Außerdem sind zahlreiche Apps als Kauf- und Mietversion erhältlich, die Entscheidung liegt bei der Kundschaft.

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